Über uns

Über Kuyumarts

Kuyum ist ein kabie Wort aus Togo und bedeutet EINS oder Zusammengehörigkeit. Die Organisation zielt darauf ab, interkulturelle Kollaborationen und Kooperationen zwischen PoC- und Non-PoC-Künstlern im Bereich des Tanzes sowie anderer Kunstformen zu fördern und Trainingsprogramme zu schaffen, die helfen, neue Wege zu entdecken, den „Neo-Afrika-Tanz“ zu erforschen und zu Kontextualisierung, indem sie einen kritischen und reflektierenden Ansatz zur Entwicklung des afrikanischen Tanzes verfolgen. KuyumArts wurde gegründet, um als kulturelle Brücke zu fungieren und unterschiedliche Kulturen zu verbinden.

Aufgabe:

Die Mission der Organisation ist es, neue Narrative über den afrikanischen Tanz als wirksame Kunstform zu entwerfen und zu schaffen, die zur Entwicklung des Tanzes in der freien Szene in Berlin beitragen können. Die Organisation wird dies ermöglichen, indem sie PoC und Non PoC Tänzer und Choreographen befähigt, ihr Verständnis für die „Neo African Dance Form“ durch Fortbildungsprogramme, Seminare, Workshops und ein jährliches Tanzfestival in Berlin Deutschland zu erwerben und zu fördern.

Zielsetzung der Gesellschaft

  1. Die Organisation und Förderung von Projekten, die Inspiration für interdisziplinäre künstlerische Forschung bieten.
  2. Neue Werkzeuge und Methoden für die choreographische Konstruktion, Analyse und Produktion zu schaffen und verfügbar zu machen.
  3. Dem kritischen Publikum den Zugang zu Forschungsprojekten durch Seminare, Publikationen, Dokumentationen und die Arbeit des kreativen Lernens zu ermöglichen.
  4. Mit der Jugend in Trainingsmöglichkeiten und Residenzen zusammenzuarbeiten, die sie durch Aufführungen, Workshops, Forschung und Austausch mit verschiedenen neo-afrikanischen Tanzformen und kulturellen Ausdrucksformen vertraut machen und so Möglichkeiten zum Dialog schaffen.
  5. Neue und innovative Wege zu entwickeln, um neo-afrikanische Tanzformen zu kreieren und zu präsentieren, durch eine einzigartige und aufregende Mischung aus Altem und Gegenwärtigem und unter Einbeziehung des Geistes sowohl traditioneller als auch neo-afrikanischer Tanzphilosophien, um die Zukunft des afrikanischen Tanzes zu projizieren.
  6. Professionalisierung von Tanzkünstler*innen im Rahmen des neoafrikanischen Tanzes durch ein Bildungsprogramm;
  7. Umsetzung von Workshops, Projekten die lokal auf Communities ein soziales Impakt durch Kunst haben können.

Unser Team

Felix Dompreh, Initiator der Initiative Kuyum – Afro Tanz Plattform Berlin, arbeitet seit 2016 als Choreograf, Tänzer, Pädagoge in Berlin.

Geboren in Accra-Ghana, Er gehört zu einer Reihe talentierter Tänzer und Musiker. Er ist in traditionellem und zeitgenossischem afrikanischen Tanz ausgebildet, einschließlich Afro-Fusion, Hip-Hip und Neo Afrikanischen Tanz. Er war Stipendiat des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) und erwarbden M.A. für Solo dance und Authorship am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz der Universität der Künste Berlin. Er erhielt zahlreiche Stipendien für Dance Residence-Programme wie Danceweb / Impulstanz Vienna und CIP / SIDANCE in Seoul, Süd-Korea. Felix tanzte mit der Noyam Dance Company und der National Dance Company of Ghana. Er ist auch Gründer und Direktor von Kuyum Arts Investigations Limited in Ghana. Er erhielt dort ein Zertifikat und ein Diplom in traditionellem und zeitgenössischem afrikanischem Tanze am Noyam African Dance Institute Ghana unter der Leitung von Pro.F-Nii Yartey. 2011 erweiterte er sein Tanz studium an der Ecole Des Sable – Senegal unter der Leitung von Prof. Germaine Acogny.

Felix Arbeiten u.a. als Lehrer für diverse Afro Classes in Berlin, als Choreograf (Zagreb) Tänzer für Theater o.N. und Tanztangente Festival (Berlin).

Alessandra Lola Agostini erhielt ihre Ausbildung in Tanz, Theater und pädagogischer Psychologie an der Universität von Genua, im Centro Mojud sowie an der Auroville Theater Schule. Seit 2011 lebt und arbeitet sie als freiberufliche Tänzerin und Tanzpädagogin in verschiedenen Projekten, hauptsächlich in Deutschland. Neben ihrer Hauptbeschäftigung als Tanzpädagogin ist sie zur Zeit als Produktionsassistentin unter der künstlerischen Leitung von Felix Dompreh für die Kuyum Tanzplattform tätig.

Tine Elbel

Künstlerische Produktionsleiterin, Dramaturgin, Kuratorin in den Darstellenden Künsten. Sie absolvierte nach dem Studium der Diplom-Pädagogik ein Postgraduierten-Studium zur Spiel- und Theaterpädagogin an der HdK Berlin. Während der Postgraduierten-Ausbildung machte sie verschiedene Regie- und Dramaturgie-Assistenzen im Rahmen der Schauspielausbildung der HdK. In den Spielzeiten 2001/2002 bis 2003/2004 war sie als Dramaturgieassistentin und Produktionsdramaturgin am Berliner Maxim Gorki Theater beschäftigt. Im Anschluss arbeitete sie als Dramaturgin in der Freien Szene unterbrochen durch verschiedene Tätigkeiten am Maxim Gorki Theater (Intendanz: Armin Petras). Seit nunmehr elf Jahren ist sie freie Produzentin, Dramaturgin und Pressemitarbeiterin. In diesen Sparten war und ist sie u. a. für Opera Lab Berlin, Matthias Kaul, Tobias Rausch, Howard Katz, Chris Kondek, Riki von Falken, shifts, flunker produktionen, das PATHOS Theater München u.v.a. tätig. Seit nunmehr vier Jahren arbeitet sie regelmäßig als Co-Kuratorin und Künstlerische Produktionsleiterin für das Theater im Delphi. Zurzeit arbeitet sie als Produktionsleiterin für Kuyum Arts auf Projektbasis.

Advisory Board


 

Nora Amin: Performerin, Choreografin, Autorin und Theaterregisseurin. Arbeitet seit kurzem an der Aufarbeitung von Traumata und der Dekolonisierung des Baladi-Raqs Sharqi-Tanzes aus einer feministischen Perspektive. Autorin von Tanz der Verfolgten (MSB Matthes & Seitz, Berlin) und Gründerin des landesweiten ägyptischen Projekts des Theaters der Unterdrückten und seines arabischen Netzwerks.

Ricardo de Paula: Der Tänzer, Performer und Choreograf,  geboren in Belo Horizonte, Brasilien, lebt und arbeitet seit 2003 in Berlin. 1987 begann er seine Tanzlaufbahn mit Unterricht in Jazz und Klassischem Ballett im Harmonia Studio de Danças, Belo Horizonte. Als professioneller Tänzer hat er seit 1989 in Kompanien wie Grupo Corpo mit Rodrigo Pederneiras (Brasilien), Zikzira Physical Theater (Brasilien) und am Staatstheater Kassel getanzt.

Seitdem er in Berlin lebt kamen Engagements bei den Choreograf*innen Sasha Waltz, Christoph Winkler, Constanza Macras, Sommer Ulrickson, Ahn Eun Me und Felix Ruckert hinzu. Seit 2005 entwickelt er Solostücke (z.B. Shoot First, Ballhaus Naunynstraße, 2013), seit 2006 eigene Produktionen mit dem von ihm gegründeten Ensemble Grupo Oito. Zu den wichtigsten Ensemble-Arbeiten zählen Dance for sale (2010, Ballhaus Naunynstraße, Erweiterung in Nairobi, 2015); Sight (Ballhaus Naunynstraße, 2012), Part of You (Ballhaus Naunystraße, 2015) und Unrestricted Contact (Ballhaus Naunynstraße, 2017). Inzwischen waren die Produktionen mehrfach auf Gastspielreise u.a. in der Türkei, in Frankreich und in Nairobi. Zum charakteristischen Moment seiner Arbeiten gehört der von ihm entwickelte Get Physical Process.

Christa Buschendorf: Professorin für amerikanische Literatur und Kultur, lehrte bis zu ihrem Ruhestand 2015 an der Goethe-Universität Frankfurt, lebt seit 2013 in Berlin. In ihrem Forschungs­schwer­punkt afro-amerikanische Literatur und Kultur publizierte sie mit Cornel West Black Prophetic Fire (2014). Zu ihren jüngsten Publikationen gehört der von ihr herausgegebene Band Power Relations in Black Lives: Reading African American Literature and Culture with Bourdieu and Elias (2018).

Christa Flaig-Isaacs: Tänzerin, Pädagogin, Projektmanagerin. Schwerpunkt ihrer tänzerischen Arbeit ist die Recherche über Bewegungsqualitäten im afrikanischen Tanz und die mögliche Bedeutung, Adaptation und Transformation für nicht-afrikanische Tänzer*innen. Seit 35 Jahren Veranstalterin von Fortbildungen und Mitorganisatorin von Festivals für Tanz und kulturellen Austausch in Europa und Afrika. Kuratorin der Veranstaltungsreihen „SommerTanz“, „WinterTanz“ und „OsterTanz“ sowie Kaufmännische Leitung der Tanzfabrik, von 2007-18 Vorstandsmitglied der Tanzfabrik Berlin.